Der immer größer werdende Anteil an Biokraftstoffen

Entstanden in der Kreislaufwirtschaft, dann rückgewonnen aus Altölen, tragen die Biokraftstoffe seit 2022 zum Energiemix von Heppner bei. Ende 2023 nutzten 32 % der Fahrzeuge von Heppner einen Biokraftstoff.

Sébastien Loddé, Kurierdienstleiter Frankreich

 „Hierbei handelt es sich um eine Lösung, die heutzutage den Vorteil bietet, die Logistik der Kreislaufwirtschaft in die CSR-Ziele von Heppner einzubinden und damit mittelfristig den Anforderungen zur Senkung der Treibhausgasemissionen gerecht zu werden“. Wir warten alle auf ausgereifte, andere Lösungen, aber bis diese verfügbar sind, ist dies eine gute Lösung: „XTL kann vorübergehend eine wichtige Rolle spielen, bis dann in 5 bis 10 Jahren Wasserstofflösungen weiterentwickelt sind“.

Besonderheiten von XTL:

 

  • Dieser Biokraftstoff ermöglicht im Vergleich zu Eurodiesel 6 eine Senkung der CO2-Emissionen bis zu 83 % und eine Senkung von bis zu 65 % bei Feinstaubpartikeln;
  • Er ist zu 100 % mit Dieselfahrzeugen kompatibel, ohne dass eine Nachrüstung erforderlich ist, weder für die Motoren noch für die Betankungsbehälter;
  • Allerdings ist er anders als Erdgas oder E-Fahrzeuge nicht ausreichend, um die Crit’air 1 Plakette zu erlangen, die notwendig ist, um bestimmte Umweltzonen anzufahren;
  • Er kann nicht an öffentlichen Tankstellen vertrieben werden, sondern ist nur an privaten, an den Heppner-Standorten angebrachten Tanksäulen verfügbar.

Erhöhung der Anzahl der Euro-6-Verteilerstrecken und die Entwicklung emissionsarmer Touren

Unser Programm für den Energiewandel umfasst auch die Modernisierung von Dieselfahrzeugen. Ziel hierbei ist es, bis zum 1. Januar 2025 keine einzige Tour mehr mit Fahrzeugen nach Euro 5 Norm oder niedriger zu fahren. Die Reduzierung von Feinstaubemissionen, Verursacher von Atemwegswegerkrankungen, insbesondere in Großstädten, ist ein weiterer Ansatz, unseren Energiemix zu verbessern.

Von allen Touren, die von Heppner Frankreich (selbst und von Subunternehmern) durchgeführt wurden, sind die Touren mit Euro 5 Fahrzeugen und niedriger von 21 % im Januar 2023 auf 11 % im Januar 2024 gesunken, und sie wurden durch Touren mit Euro 6 Fahrzeugen (von 64 auf 66 % im selben Zeitraum) und schadstoffarmen Fahrzeuge (von 15 auf 23 %) ersetzt.

Die Niederlassungen haben ihr Ziel für die Umstellung der Euro 5 Fahrzeuge um 6 % überschritten (94 umgestellte Touren im Vergleich zu einem Ziel von 89 im Jahr 2023). Diese Umstellung wird sich 2024 fortsetzen, mit dem Ziel, bis 1. Januar 2025 keine einzige Tour mit Euro 5 Fahrzeugen oder niedriger zu fahren.  66 % der Zielvorgaben für 2023 für die Umstellung der Touren auf schadstoffarme Fahrzeuge wurden dank 35 Partnerprojekten realisiert, verglichen mit 52 geplanten. Manche Regionen konnten ihre Ziele übertreffen oder Projekte realisieren, die nicht geplant waren. Ein klares Zeichen für die bei Partnern vorherrschende Dynamik zugunsten der Energiewende.

So ist Heppner Frankreich in der Lage, Ende 2023 23 % der uns anvertrauten Sendungen mit schadstoffarmen Fahrzeugen auszuliefern. Regionen, die in der Entwicklung am weitesten fortgeschritten sind, liefern bereits 50 % der Sendungen mit schadstoffarmen Fahrzeugen aus (z. B. Vendée Charentes).

Die 2023 getätigten Umstellungen machen es uns möglich, bis Ende 2024 durchschnittlich 30 % der gelieferten Sendungen mit Fahrzeugen mit niedrigen Emissionen auszuliefern.

Die weitere Entwicklung von Erdgasfahrzeugen

Die bereits 2020 eingeleitete Umstellung eines Teils der Flotte von Heppner auf Gas hat sich 2023 deutlich fortgesetzt, insbesondere durch die Umstellung auf Biogas (erneuerbares Erdgas). So fuhren Ende 2023 bereits 15 % der Heppner Fahrzeuge mit Biogas und 21 % mit Erdgas, was bedeutet, dass Ende 2023 36 % des gesamten Fuhrparks auf diese speziellen Fahrzeuge umgestellt wurden, verglichen mit 18 % Ende 2022.

Die Vorteile von erdgasbetriebenen Fahrzeugen

  • -80 % CO2 für biogasbetriebene Fahrzeuge, verglichen mit Diesel Euro 6 (-5 % bei fossilem Erdgas)
  • -95 % weniger Feinstaubemissionen im Vergleich zu Diesel Euro 6
  • Der Einsatz von Biokraftstoff aus der Kreislaufwirtschaft und der Wiederverwertung von landwirtschaftlichen Abfällen, ist ein lokales Energieprodukt aus Frankreich

Entwicklung der urbanen Flotte und Herausforderungen von Umweltzonen

Touren mit E- oder Hybridfahrzeugen nehmen Ende 2023 nach wie vor einen sehr geringen Anteil ein. Dies ist strukturell begründet, wie z. B. in der Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Ladestationen.

Die Bereitstellung von operativen Lösungen ist für 2025 geplant und sie erfordert:

  • Die Weiterentwicklung der Flotte:Heppner ist Gewinner der Projektausschreibung „Écosystème des véhicules lourds électriques“, die 2023 von ADEME ausgeschrieben wurde. Durch Unterzeichnung des Abkommens mit ADEME erhält Heppner eine Finanzierung von 470.000 € für die Bereitstellung von 16 schweren E-Nutzfahrzeugen und 36 Ladestationen für 9 Heppner-Filialen in Frankreich bis 2025. Das Projekt wird schätzungsweise 438 TeCO2/Jahr an Kohlenstoffemissionen einsparen. Die Gesamtinvestitionen von Heppner für die Installation von Ladelösungen (Ladepunkte, Transformatoren und Tiefbau) belaufen sich auf über 1 Million Euro für die ersten 9 Niederlassungen.
  • Für die Bereitstellung von Ladelösungen (Ladesäulen, Transformatoren und Tiefbauarbeiten) investiert Heppner ca. 1 Mio. € für die Standorte La Courneuve und Lyon.
  • Entwicklung der Fahrradlogistik: Dieses neue städtische Lieferformat hat viele Vorteile, wie z. B. einfache Zufahrt in die Stadtmitte, kein Lärm und keine Treibhausgasemissionen. Dank E-Antrieb gelingt auch der Transport größerer Volumen bis hin zu einer Palette und es werden lokale Arbeitsplätze und Unternehmertum gefördert. Ende 2023 stellt dieses Transportmittel zwar nur 1 % der von Heppner getätigten Lieferungen dar, es ist aber bereits in 20 französischen Städten und in einer deutschen Stadt im Einsatz.

Umweltzonen und Stadtlogistik

Bisher haben 11 Metropolen Umweltzonen eingerichtet, in denen die Zufahrt auf bestimmte Fahrzeugtypen beschränkt ist. Bis 2025 soll die Zahl auf 45 ansteigen.

Christophe Schmitt, Geschäftsführer für institutionelle Beziehungen

„Heppner ist Vorsitzender der Kommission für Stadtlogistik des Verbandes für Transport- und Logistikunternehmen in Frankreich (TFL). In dieser Funktion sind wir stellvertretender Leiter des Koordinierungsausschusses für die französischen Umweltzonen – für die alle unterschiedliche Regelungen gelten. Eine gewaltige Herausforderung des Energiewandels ist die Verfügbarkeit der notwendigen Infrastruktur für Tankstellen. Wir arbeiten daher mit EPCI (Établissement public de coopération intercommunale) und den privaten Akteuren in den Gebieten zusammen, um gemeinsame Lösungen zu finden.“

 

*Übersichtskarte über die Aufteilung der Heppner Flotte in Frankreich*